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01.04.2013
Bei unserer Ankunft begrüßte uns Zagreb mit einem verfrühten Aprilregen, so dass wir direkt zum Club KSET fuhren, gleich nachdem wir im Bus ein paar Kleinigkeiten gegessen haben. Im Club war uns die einheimische Crew freundlicherweise dabei behilflich, unsere Sachen hereinzubringen.
An diesem Tag war die Stimmung eine etwas andere als sonst. Am letzten Tag der Tour ist die Crew in einem einzigartigen Gemütszustand; Eine Symbiose aus der Freude darüber, dass wir bald nach Hause fahren, und der Sehnsucht nach einer längeren Tour, mindestens genauso lang, wie die
Tage, die wir schon hinter uns haben. Zugleich roch der Tag nach einem unvergesslichen, energiegeladenen Abend, an dem wir alles geben müssen. Was wir die letzten zehn Tage mit Wonne taten. Zusammen mit dem fleissigen Duši und Darjan, die uns, neben ihren Muskeln und ihrer
Geduld, eine Menge guten Willens gaben, mit Eva, die sich ihren Weg nach Hause mit außergewöhnlichen Verkäufen verdiente, mit Tisa, die mit fast allem fertig wurde - von erstklassigen Soundsystemen bis hin zu Situationen, in denen sie sich wünschte, selber ein Lautsprecher zu sein
-, mit Vido, der es fertigbrachte, jeden Veranstaltungsraum zu beleuchtet, egal wie schwierig sich die Technik herausstellte (er tat es mit Köpchen), mit Andraž, der mal wieder unter Beweis stellte, dass er
ein hervorragender Koordinator, Tourmanager, und manchmal ein Katalysator für einsame Exemplare mit angespannten Nerven innerhalb der Gruppe, ist, und das interne Funktionieren garantierte. Und nicht zuletzt mit Christian, der uns nach tausenden von Kilometern an Schlaglöchern freundlich von Veranstaltungsort zu Veranstaltungsort fuhr. All dies wurde natürlich genau beobachtet aus der Ferne von unserem Management Team, von Melinda, Sašo, Satch und Andrej, die mit unseren besseren Hälften zu einem absolut unvergesslichen Abend in Zagreb kamen. Der volle und ausverkaufte Club KSET brach beinahe zusammen während der Show. Dies natürlich nur aufgrund der extrem positiven Energie und der Aufregung, die ihr direkt zu uns auf die Bühne gesendet habt. Währenddessen draussen... regnete es.

Danke, liebe Freunde aus Zagreb, für eure ergebene und herzliche Unterstützung!

Die Straße nach Ljubljana war voll mit Erinnerungen an die letzten zehn Tage und mit Erwartungen, denn nach dem Ende dieser Tour ziehen wir endlich in unser neues rock n'roll Quartier. In diesem Moment fehlt uns nichts... außer dass endlich der Frühling beginnt.
31.03.2013
Die Temperaturen waren endlich über Null! Wir kamen im Sonnenschein vor einem relativ neuen Club an, der uns ein wenig an unser Metelkova erinnerte. Selbst die Technik rang uns Improvisationstalent ab. Manchmal muss man sich ein Stück Hardware vorstellen, damit man sich selbst in die gewünschte Situation bringen kann. Aber, am Ende des Tages, "ist alles einfach fuckin rock n'roll" und alles funktioniert. Die Einheimischen bereiteten uns eine Art Eintopf nach dem Soundcheck. Als wir fertig waren mit der Aufnahme von Nahrungslitäten (wieder eines von Tisas neuen Wörtern), nahmen wir horizontale Positionen im Bus ein, und warteten auf den späten Start unseres Konzertes. Draussen schneite es immer noch. Der weibliche Teil der Crew vertilgte den Rest der Schokolade, die wir seit dem Anfang der Tour dabei hatten. Eva selbst wurde sogar krank davon. Sie war extrem fleißig auf der Tour, und mußte sich ein neues Paket mit Merchandise aus Ljubljana liefern lassen, da sie alles andere verkauft hatte (sonst wäre sie eh nicht nach Hause gelassen worden). Die Uhr schlug 23Uhr und wir betraten die Bühne so laut wir konnten. Und das ungarische Publikum war mindestens genauso laut, und schrie seine Unterstützung heraus. Danke, Budapest, wir hatten eine schöne Zeit. Wir müssen los, und bald sind wir zuhause. Vor uns liegt das letzte Konzert der Tour; Zagreb.
28.03.2013
Wir verabschiedeten uns von Polen auf unvergessliche Art. Das schönste Geschenk, das wir bekamen, war außergewöhnliche Energy, und dies vergessen wir nicht so einfach. Die Süßigkeiten mögen verschwunden sein, genauso das Bier und der Kirschvodka, aber die Erinnerungen an diesen Abend werden bei uns sein, mindestens bis wir wieder zurückkommen. Danke an euch für das Schreien aus vollen Kehlen während Ring, und für einen weiteren "Sit-Down" bei Samo Edini. Danke auch an beide Bands, die das Publikum anheizten. Alles, was geschehen ist, macht uns sprachlos. Wir verbrachten die Nacht im Club mit 90er Musik. Und währenddessen ... schneite es draussen weiter.
28.03.2013
Die Nachtfahrt zum Bzayla Club war ein etwas längerer Kampf, der erst gegen 23Uhr endete. Der Bus sprang und umfuhr die Schlaglöcher und unsere Rücken versuchten verzweifelt, an den Betten kleben zu bleiben. Am Ende begrüßte uns Kälte à la Ljubljana und die wunderschöne Sonne von Poznan, die unseren Tourmanager Andraž dazu animierte, folgendes zu singen: “Jst ne morem več na busu živet, jst bi hotu na kavo, jst bi hotu met svoj skret…”

Aber der Kampf hinterließ seine Spuren: Primož wachte mit einem gebrochenen Zeh auf, Tomis Hand schmerzte, Tomažs Schulter ist FUBAR wie sie nur sein kann, und der Rest von uns würde einfach gerne seine Rücken im Massagesalon lassen für den ganzen Tag. Nein, wir sind nicht alt! Wir geben den Strassen die Schuld.

Die Einheimischen hatten einen starken Kaffee vorbereitet, während wir durch den Soundcheck pflügten, und die Bühne dann der Gruppe Envia überliessen. Wir gingen dann in ein Steakhouse, um Gemüse und Proteine zu uns zu nehmen. Nicht unbedingt der Reihenfolge nach. Draussen, glaubt es oder nicht... schneite es immer noch. Poznan ist eine schöne Stadt und wir wollten sie so sehen, wie sie war - mondbeschienen. Der Effekt des Mondes war, laut Jani, extrem positiv und trotz der vorherigen Tendenzen hin zu körperlichen Gebrechen, gaben wir unser Bestes, als wir durch die Setlist rockten für unsere polnischen Fans. Diese überraschten uns mit Geschenken nach der Show; verschiedenen Bieren und Special-Edition T-Shirts.

Danke Poznan, für wunderschöne Energie und einen exquisiten Abend!
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26.03.2013
Glücklicherweise schaffte unser Bus irgendwie die hügelige Straße nach Krakau , direkt auf dem Parkplatz vor dem Club, wo er dramatisch kaputt ging. Bereits zuvor war die Toilette wegen der Außentemperatur von -20°C eingefroren. Vielleicht waren wir einfach zu gemein zu ihm, und das nahm er uns übel. Lieber Tourbus, von nun an werden wir lieb zu dir sein...
zum Glück haben wir morgen frei.

Diesmal begrüßte uns der Backstagebereich mit viel ungekochtem Gemüse. Klub Kwadrat hat viele interessante Bands beheimatet, uunter anderem Gabage, was Tomaž den "brillianten" Geistesblitz eingab, dass er die Ehre hat, in der selben Dusche wie deren Sänger zu duschen. Wow! Einfach... wow! Die Frauen der Vorband "Brain's All Gone", die aus einer polnischen TV Sendung bekannt sind, heizten die Bühne und das Publikum auf ihre eigene punkige Art auf. Draussen, glaubt es oder nicht, ... schneite es immer noch. Wir konnten kaum darauf warten, den Donner zu entfesseln über der Menge, die unseren Namen brüllte, bevor wir überhaupt die Bühne betraten. Und so folgten zwei Stunden voll fantastischer Energie von uns an das dankbare Publikum und zurück. Danke Krakau, du warst großartig und unersättlich. Duši and Darjan packten unsere Sachen in den bereits reparierten Bus. Wir fuhren durch die Stadt, in der wir unseren morgigen "freien Tag" verbringen wollen.